GC8G8MZ Multi-Cache Freiberger Weihnacht 2019 #21
Typ: Multi | Größe: Groß/Large Large | Schwierigkeit: 2 von 5 | Terrain: 2 von 5
Von: Jörg76 @ (Gefunden=2639 Versteckt=4, Stand: 03.01.2025) | Hide Date: 27.11.2019 | Status: Verfügbar
Land: Deutschland | Bundesland: Sachsen | Landkreis: Mittelsachsen
Koordinaten: N50° 54.553 E13° 23.730 | Zuletzt aktualisiert: 17.10.2023 | Favoritenpunkte: 121
Für Kinder empfohlen  Weniger als eine Stunde  Fahrräder  Kinderwagentauglich  Kurzer Marsch (< 1 km) 
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Bild 2
Bild 1


Winter, Wichteln, Weihnachtszeit gehören wohl beisammen,
mit Geocachen passt dies auch perfekt zusammen,
Adventskalender läuten immer das Jahresende ein,
die Wichtel sputen sich und packen "Geschenke" für euch rein!

Der Schwibbogen

Dieser kleine Multi (die Runde reicht ganz sicher nicht, um sich an den Feiertagen die Gans abzutrainierenwink), soll Euch ein Kleinod näher bringen, dass zur Weihnachtszeit im Erzgebirge eigentlich in keinem Fester fehlen darf und speziell hier im Ort in einer ganz besonderen Form anzutreffen ist.

Bevor wir uns der Ermittlung der Koordinaten zuwenden, möchte ich natürlich auch ein wenig Allgemeinbildung rund um den Schwibbogen zum Besten geben!wink

Sein Name leitet sich von seiner Form, der eines Schwebe- oder Strebebogens, ab, die sich in ähnlicher Form in der Architektur wiederfindet. Mit dem Schwibbogen in der Architektur hat aber der erzgebirgische Schwibbogen nur gemeinsam, dass ein Bogen als Gestaltungselement benutzt wird und dass das „Schweben“ nicht wörtlich zu nehmen ist. Schwibbögen als Produkte der Volkskunst stellen geometrisch die Verbindung eines Kreisbogens mit einer waagerecht verlaufenden Sekante dar. Im Körper (seltener auch auf ihm) befinden sich szenische Darstellungen, die von Kerzen beleuchtet werden. Das Kunstwerk wird meistens auf Sockeln aufgestellt.

Entgegen der oft geäußerten Behauptung, die Form des Erzgebirgischen Schwibbogens symbolisiere das Mundloch eines Stollens, wurden ursprünglich im Halbrund der ersten bekannten Schwibbögen zunächst christliche Motive, dann Sonne, Mond und Sterne dargestellt. Wahrscheinlich sollte bei den ältesten Schwibbögen mit der Verwendung eines Bogens der „Himmelsbogen“ symbolisiert werden. Bis weit ins 20. Jahrhundert wurden Schwibbögen meist aus Metall gefertigt. Heute ist Holz als Werkstoff am verbreitesten, und es häufen sich Darstellungen, die nur in einem sehr weiten Sinn mit Religion zu tun haben.

Die auf dem Bogen aufgesetzten Lichter waren Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht, das sie vor allem in den Wintermonaten oft über Wochen nicht zu Gesicht bekamen. Zum Arbeitsbeginn am frühen Morgen war es noch dunkel, und nach dem Ende der Schicht am Abend war die Sonne bereits untergegangen.

Die Motive im Bogen spiegeln den Alltag der Bergleute und ihrer Familien wider. Eines der bekanntesten Motive zeigt neben verschiedenen kleineren Symbolen zwei Bergleute die ein Wappen mit den sächsischen Kurschwertern tragen, einen Schnitzer und eine Klöpplerin und verkörpert damit drei der Haupterwerbsquellen der erzgebirgischen Landbevölkerung des 18. und 19. Jahrhunderts. Weitere Varianten zeigen christliche Motive aus der Weihnachtsgeschichte oder den Wald und dessen Tiere. Ein weiteres bekanntes Motiv ist die Kirche des für seine Volkskunst bekannten Erzgebirgsdorfes Seiffen. Die Darstellung des Sündenfalls und der Vertreibung Adams und Evas aus dem Garten Eden, die sich durchweg auf den ältesten erhaltenen Schwibbögen des 18. Jahrhunderts findet, ist inzwischen nicht mehr gebräuchlich.

Vornehmlich zur Advents- und Weihnachtszeit werden die inzwischen überwiegend elektrisch beleuchteten Bögen seit Mitte des letzten Jahrhunderts in die Fenster vieler Häuser, auch weit außerhalb der Erzgebirgsregion, gestellt und finden als Großbögen auch im Außenbereich Verwendung.

Mit dem beleuchteten Schwibbogen im Fenster war eine weitere Symbolik verbunden: das Licht des Schwibbogens sollte den Bergleuten den sicheren Weg zurück ins Heim weisen.

Der älteste bekannte Schwibbogen, datiert auf das Jahr 1740, entstand in Johanngeorgenstadt und besteht aus Metall. Erst 2003 wurde die Jahreszahl unter einer jüngeren Farbschicht entdeckt. Bis dahin war man davon ausgegangen, dass sich der Bogen mit der Aufschrift „1778“ und „J. C. Teller“ in seiner ursprünglichen Bemalung befunden hatte. Weitere frühe Schwibbögen stammen von 1796 und um 1810.

Eines der bekanntesten Motive entstand 1937 im Rahmen der von dem Schwarzenberger Fabrikanten Friedrich Emil Krauß initiierten „Feierobnd-Ausstellung“. Dieser hatte einen Wettbewerb ausgelobt, bei dem ein Schwibbogen für die Stadt entworfen werden sollte. Der von der Leipziger Illustratorin Paula Jordan eingereichte Entwurf wurde dem Anspruch am ehesten gerecht, die Elemente früherer Motive in einem Schwibbogen zu vereinen, und gewann den Wettbewerb. Nach ihrer Vorlage wurde von den Bergschmiedemeistern Max Adler und Curt Teller ein sieben mal vier Meter großer Schwibbogen für die Ausstellung gebaut und aufgestellt, der heute seinen Standort in Johanngeorgenstadt hat. Krauss ließ das Motiv noch 1937 als Warenzeichen schützen. Noch heute zählt der Schwarzenberger Schwibbogen zu den bekanntesten und am meisten verbreiteten Ausführungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Schwibbögen zunehmend aus Holz gefertigt. Da die Nachfrage in der DDR größer als das Angebot war, wurden Schwibbögen oft als Laubsägearbeit nach dem Vorbild einer nachgezeichneten Vorlage (z. B. eines Blechschwibbogens) privat hergestellt.

So, nun ist Schluss mit Allgemeinbildung und wir wenden uns dem heutigen Kalender-Türchen zu.

Hier im Ort hat sich in Anlehnung an die 850-Jahr Feier im Jahr 2016 ein besonderes Exemplar des oben beschriebenen Schwibbogens entwickelt. Entgegen den eher traditionellen Darstellungen hier im Erzgebirgsraum, ist auf diesen Sonderanfertigungen eine Silhouette mit den wichtigsten Wahrzeichen des Ortes zu sehen.

Vorab einige Informationen zur kleinen Runde. Gesucht sind jeweils die Buchstabenwerte. Die Koordinaten der nächsten Stationen führen Euch jeweils in die Nähe des nächsten Schwibbogens – schaut Euch um, und Ihr werdet Ihn sicher sehen! An den Stationen muss zu keinem Zeitpunkt ein Privatgrundstück betreten werden. Das Final hingegen liegt ungefähr 1 Meter auf privaten Grund – die Besitzer wissen natürlich Bescheid und erwarten Euern Besuch.

 

Station 1: N 50° 54.553 E 013° 23.730


Hier an der 1. Station steht Ihr vor dem Schwibbogen in reinster Form. Gesucht werden folgende Buchstaben im Wappen:

A = 5. Buchstabe
B = 8. Buchstabe

 

Station 2: N 50° 54.A52 E 013° 23.9B2


Gesucht werden folgende Buchstaben des Schriftzuges unter dem Schwibbogen:

C = 7. Buchstabe
D = 8. Buchstabe
E = 10. Buchstabe

 

Station 3: N 50° 54.CA7 E 013° 2B.1B2

Gesucht werden folgende Buchstaben des Schriftzuges unter dem Schwibbogen:

F = 5. Buchstabe
G = 6. Buchstabe
H = 7. Buchstabe
I = 8. Buchstabe

 

Station 4: N 50° 54.(G*H*I+11) E 013° 24.(F*F+F+F+F)

Gesucht werden folgende Buchstaben des Schriftzuges unter dem Schwibbogen:

J = 4. Buchstabe
K = 6. Buchstabe
L = 8. Buchstabe

 

FINAL N 50° AB.CD(E+1)   E 013° (F-I)(H-G).J(L+J)K

(Achtung, hier benötigt Ihr noch einmal A B C)

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9 Logs: Gefunden 9  

Gefunden 07.05.2023 Von TheStrollers (Gefunden=1780 Versteckt=3, Stand: 09.04.2026)
Bei dieser Runde taten wir uns etwas schwerer. Allen voran sollte dringend bei Station 2 das Listing angepasst werden, da hier aktuell gar kein Schwibbogen vorhanden ist. Nur durch Vermutungen kommt man hier weiter.
Das Final war dann ausgesprochen schön gestaltet.

TFTC!

Gefunden 10.03.2023 Von ufflr (Gefunden=15406 Versteckt=66, Stand: 09.04.2026)
Happy New Year 2023. ????
Zumindest war dieses Jahr noch kein Cacher an der Dose. ??

Heute führte mich der Aussendienst wieder mal nach Freiberg und so nutzte ich die Zeit nach getaner Arbeit für eine kleine Dosensuche.
Da mir noch ein Large in der Statistik fehlte, suchte ich mir diesen weihnachtlichen Multi heraus. Der Schnee ist zwar grade am verschwinden (obwohl es schon wieder schneit ??), aber thematisch passt es ja immer noch in die Zeit.
Vorort konnte ich bis auf Station 2 (dort ist der Bogen wahrscheinlich grade zur Reparatur oder so... ???????), wo ich dann einfach mal dasselbe wie der Vorfinder annahm, alle Informationen finden und schließlich vorm Finale stand.
Der Zugriff war kein Problem und nun ziert das Logbuch den ersten Eintrag für das Jahr 2023.

Danke fürs verstecken und herloggen und hegen und pflegen. DFDC ??

Ich hänge eine blaue Christbaumkugel dran. ??

Gefunden 28.12.2022 Von ondraszch (Gefunden=4713 Versteckt=8, Stand: 09.04.2026)
Auch im Freiberger Revier wurden bis vor einigen Jahren fleißig Weihnachtsserien gelegt. Ich mag diese Serien, da sich die CO in der Regel bei der Gestaltung (v. a. die Finale) besonders viel Mühe gaben. Hier kam ich gut ins Spiel. An Station 2 fand ich aber keinen Schwibbogen. Auf Verdacht ließ ich mich von der in der Nähe befindlichen "Firma" inspirieren. Die ermittelten Koordinaten führten mich tatsächlich in die Nähe eines weiteren Schwibbogens. Hier hatte ich allerdings Probleme mit der Frakturschrift. Ich wusste auch nicht, wie weit ich mich "unauffällig" nähern konnte. Die ermittelten Koordinaten sahen auch nicht so gut aus. Ich ging trotzdem in die Richtung, da ich ja wusste, wonach ich Ausschau halten musste. Tatsächlich fand ich etwas südlich einen weiteren. Mit meinen Werten gelang es mir, plausible Finalkoordinaten zu ermitteln. Nur an der Ost-Minute musste ich die Grobfeile ansetzen. Ich war wirklich sehr erleichtert, als ich am GZ etwas fand, dass sich als der Cache herausstellte. Ich war sehr froh, dass ich mich trotz großer Unsicherheiten bezüglich einiger Werte heute hier ins Logbuch eintragen konnte. Vielen Dank für dieses feine Finale sagt ondraszch.

@CO: Bitte mal an Station 2 nachschauen, ob der Schwibbogen noch da ist.

Gefunden 07.10.2022 Von 150405 (Gefunden=45709 Versteckt=145, Stand: 09.04.2026)
Heute Nachmittag machten wir uns gemeinsam mit unserer Tochter Tinkerbell214 auf den Weg nach Hilbersdorf zum Event „5. Treff „bei Zwillings“.
Auf dem Weg dahin absolvierten wir den Multi „Platz mit Migrationshintergrund (Kurz-Multi), den Tradi „Rundweg Naundorf #10“ und den Multi „850 Jahre Hilbersdorf“. Dann ging es erstmal zum Event. Hier wurde sehr lecker gegessen und getrunken und viele interessante Gespräche geführt. Der Abend verging wie im Flug. Wir freuen uns schon aufs nächste Treffen!
Auf dem nach Hause Weg besuchten wir noch das Final des Multis „Freiberger Weihnacht 2019 #21“. Danach ging es wieder nach Hause.
Vielen Dank fürs organisieren, legen und pflegen sagen 150405 aus dem Kirnitzschtal

Gefunden 07.10.2022 Von Tinkerbell214 (Gefunden=14897 Versteckt=52, Stand: 09.04.2026)
Gemeinsam mit meinen Eltern 150405 ging es heute nach Hilbersdorf zum schönen Event „5. Treff „bei Zwillings““. Vorher wurden noch ein paar Caches besucht.
Vielen Dank fürs organisieren, legen und pflegen!

Gefunden 17.09.2022 Von Team Antonija (Gefunden=42853 Versteckt=146, Stand: 09.04.2026)
Heute gings gemeinsam mit den Kobaltgeistern am frühen Morgen auf einer größeren Tour nach Hainichen bis Nach Freiberg und über Frankenberg zurück.
Dabei wurden von uns einige celöste Mysterys,ein Wig,eine Letterbox, drei Multis,sowie einige Tradis,die am Wegesrand lagen eingesammelt.
In Hainichen starteten wir mit einer Lab-Runde mit Bonus,die wir gut und schnell absolvierten.
So konnten wir auf unserer Tour,auch wenn das Wetter durwachsen war,wieder viel interessantes und neues kennen lernen und auch einige schöne Aussichten genießen.
Alle von uns aufgesuchten Dosen konnten wir relativ gut,manchmal auch nach längeren Suchen,schnell ausfindig machen und signieren.
An einigen Dosen lassen wir auch gern ein blaues Schleifchen da.

TFTC Team Antonija??

Gefunden 17.09.2022 Von kobaltgeister (Gefunden=32952 Versteckt=109, Stand: 09.04.2026)
Cachen bei guten Wetter kann jeder und so ging es bei sehr durchwachsenen Wetter auf eine größere Runde von Hainichen über Freiberg, durch Frankenberg und zurück.
So haben wir einige Lab-Cache, viele Mystery's, welche im Vorfeld schon länger gelöst waren. Einpaar Multi's, eine Letterbox und ein Wherigo, sowie viele Tradi's an den Wegen wurden von uns mit aufgesucht.
Nebenbei konnte so einiges neues entdeckt und auch schöne und interessante Aussichten genossen werden.
Alle von uns heute angesteuerten Dosen wurden mal schnell und nach längerer Suche gefunden werden. Somit durften wir uns heute in all den aufgesuchten Logbüchern einschreiben oder einstempeln.
An einigen Dosen lasse ich gerne ein blaues Schleifchen da. Dfdc

Gefunden 21.07.2022 Von LieselMü (Gefunden=12601 Versteckt=44, Stand: 09.04.2026)
21. Juli 2022 11:32
Heute war es so warm, dass ich Abkühlung an einer Weihnachtsdose suchte. Die Werte waren ohne Probleme auch mit viel Sonne zu ermitteln und die Dose gefunden und geöffnet. Zum Glück blieb mir Weihnachtsmusik erspart, dass mag der Grinch nämlich gar nicht. Nich schnell ein TB abgelegt und schon konnte es weiter gehen. Da noch genug Zeit war, ging es zum nächsten Multi.
Danke für's (pf)legen.

Seit dem ich GPS benutze, verlaufe ich mich viel genauer.

Unterwegs

Gefunden 27.03.2021 Von Thomi1669 (Gefunden=3853 Versteckt=85, Stand: 09.04.2026)
.Heute standen wieder einige gelöste Rätsel der Freiberger Weihnacht 2019 zum Außeneinsatz auf dem Plan.

Dieser Kurzmulti wurde bei weihnachtlichem Wetter (Schneeregen, Sturm) größtenteils mit dem CM erledigt und das Final war wieder eine feine Bastelei.

Danke für den Cache „Freiberger Weihnacht 2019 #21“ (GC8G8MZ) an „Jörg76“ vom Team Thomi 1669.

Dieser Multi-Cache war unser Fund 1683 am 27.03.21

PS: Wir nutzen Lücken in Logbüchern um unnötige Wartungen zu vermeiden.