GCBKFCF Traditioneller Cache Fama
Typ: Traditional | Größe: Mikro Micro | Schwierigkeit: 1,5 von 5 | Terrain: 1,5 von 5
Von: Elbschnatz @ (Gefunden=120 Versteckt=518, Stand: 09.04.2026) | Hide Date: 07.03.2026 | Status: Verfügbar
Land: Deutschland | Bundesland: Sachsen
Koordinaten: N51° 09.781 E13° 41.933 | Zuletzt aktualisiert: 19.03.2026 | Favoritenpunkte: 3
Hunde  Für Kinder empfohlen  Weniger als eine Stunde  Aussichtspunkt  Jederzeit verfügbar  Zecken  Parkplätze verfügbar  Pferde  Dornen  Diskretion  Kinderwagentauglich  Kurzer Marsch (< 1 km) 

Eine Bitte sei vorangestellt: Die Caches Fama und Andromeda sind eine Überaschung zum Event "Die Insel ruft!" GCBK056, am 14. März, wo wieder die Teilnehmer die Erstfunde machen sollen. Komm also zum Event oder später.


Wenn man heute am Großteich steht, wirkt alles friedlich. Der Leuchtturm spiegelt sich im Wasser, die Mole ist still, die Wälder ruhig. Aber wenn man weiß, was hier einst geschah, sieht man die Szene mit anderen Augen:

Es ist ein warmer Sommerabend im späten 18. Jahrhundert. Der Hof hat sich versammelt – Damen in Seide, Herren in Uniformen, Diener mit Fackeln. Die Luft riecht nach Teich, Teer, Harz und ein wenig nach Pulver, denn man weiß: Heute wird geschossen, wenn auch nur zum Spaß.

Der Großteich liegt still, fast zu still. Der Leuchtturm am Ufer brennt bereits, sein Licht ein reines Schauspiel, aber ein schönes. Die Mole ist mit Fahnen geschmückt, die sich leise in einer lauen Briese bewegen. Trommler und Feuerwerker stehen bereit.

Dann ertönt eine Fanfare. Die Schiffe erscheinen.

Aus dem Dämmerlicht gleitet zuerst die Fama hervor. Ihre Ruder schlagen im Takt, die Trommeln an Bord geben den Rhythmus. Die Galionsfigur – eine geflügelte Frauengestalt – glänzt im letzten Sonnenlicht. Auf dem Achterdeck steht ein Offizier in prächtiger Uniform, der Hut mit Federn geschmückt.

Kurz darauf folgt die Andromeda. Ihr Bug ist mit einem geschnitzten Drachen verziert, der sich über das Wasser zu winden scheint. Ihre Besatzung trägt Kostüme, die an orientalische Krieger erinnern – Turbane, breite Gürtel, krumme Säbel. Das Publikum raunt. Man weiß: Heute wird ein Kampf zwischen "Osten" und "Westen" inszeniert.

Natürlich ist alles abgesprochen, aber die Illusion ist perfekt. Der Kampf beginnt.

Ein Kanonenschuß – dumpf, aber laut genug, um die Zuschauer zusammenzucken zu lassen. Rauch steigt auf. Die Fama dreht elegant ab, ihre Ruder tauchen wie ein einziger Körper ins Wasser. Die Andromeda antwortet mit einem eigenen Schuß, diesmal mit Funken und farbigem Rauch.

Die Schiffe nähern sich, kreuzen, wenden. Die Ruderer arbeiten hart, aber lautlos. Die Schauspieler an Deck schreien, fuchteln mit Säbeln, lassen sich dramatisch "treffen" und fallen ins Wasser, wo sie von versteckten Booten gerettet werden.

Das Publikum jubelt. Pyrotechnik und barocke Fantasie

Jetzt wird es spektakulär:
Auf der Mole werden Raketen gezündet, die über den Großteich schießen. Funken regnen herab, spiegeln sich im Wasser. Die Schiffe sind plötzlich von Rauch umhüllt, und für einen Moment sieht es aus, als würde wirklich gekämpft.

Der Leuchtturm strahlt hell, als wolle er die Szene ordnen. Er ist das ruhige Auge im Sturm.

Die Fama setzt zum finalen Manöver an. Sie dreht, rammt die Andromeda leicht am Bug – natürlich so choreografiert, daß nichts beschädigt wird. Die "osmanische" Besatzung läßt die Waffen fallen, hebt die Hände, einige springen dramatisch ins Wasser.

Ein letzter Kanonenschuß. Ein letztes Aufflammen von Feuerwerk. Dann Stille.
Die Zuschauer klatschen, manche stehen auf. Der Kurfürst lächelt zufrieden. Die Welt scheint wieder in Ordnung zu sein – zumindest für diesen Abend.
Der Großteich liegt wieder still. Die Zuschauer sind fort, die Fackeln gelöscht, nur der Leuchtturm brennt noch mit einem ruhigen, warmen Licht. Die beiden Schiffe – Fama und Andromeda – liegen nebeneinander an der Mole, als wären sie alte Freunde, die sich nach einem langen Tag ausruhen.
Die Darsteller sitzen am Ufer, trinken Bier aus Tonbechern, lachen, erzählen sich Geschichten. Viele von ihnen sind einfache Männer aus der Umgebung, Fischer, Bauern, Waldarbeiter und Handwerker. Für sie ist die Naumachie kein höfisches Spektakel, sondern ein harter, aber aufregender Nebenverdienst.
Einer von ihnen – nennen wir ihn Johann – sitzt etwas abseits. Er blickt auf die Fama, sein Schiff. Er kennt jeden Balken, jeden Nagel, jede Stelle, an der das Holz knarrt. Für ihn ist die Fama nicht nur ein Requisit, sondern ein Wesen mit Charakter.
Diese Galeeren waren natürlich keine echten Kriegsschiffe, aber sie waren erstaunlich solide gebaut:
ein langer, schlanker Rumpf
Reihen von Ruderbänken
ein Mast, der ein dekoratives Segel trug
kunstvolle Galionsfiguren
reich bemalte Bordwände
leichte Kanonen, die nur mit Pulver geladen wurden
Sie waren so konstruiert, daß sie beeindruckend aussahen, aber leicht genug waren, um von Ruderern bewegt zu werden. Die Illusion war wichtiger als die Seetüchtigkeit.
Johann weiß das. Er weiß auch, daß die Andromeda ein wenig schneller ist, weil ihr Rumpf schmaler gebaut wurde. Aber die Fama hat mehr Platz für Schauspieler – und mehr Prunk. Das gefällt ihm.
Während die einfachen Männer am Ufer sitzen, ist das Schloß noch hell erleuchtet, denn der Kurfürst gibt ein Fest. Musik, Tanz, Wein, Gespräche über Politik und Mode. Die Seeschlacht war nur der Auftakt.

Doch draußen, am Großteich, ist die Stimmung eine andere. Ruhiger. Ehrlicher.
Ein alter Bootsbauer – Schiffszimmermeister Pätzold – geht die Mole entlang und prüft die Taue. Er hat beide Schiffe gebaut, und er ist stolz darauf. Er murmelt leise:
"Die Fama hat heute gut gehalten. Die Andromeda auch. Keine Schäden. Gut so." Er streicht über das Holz, als würde er ein Pferd beruhigen.

Eine leichte Briese kommt auf. Er trägt den Geruch von Wasser, Holz und Pulverresten. Und er trägt Erinnerungen.
Denn die Naumachien waren nicht nur Unterhaltung. Sie waren Erzählungen, die der Hof über sich selbst verbreitete:
Wir sind mächtig.
Wir sind kultiviert.
Wir kennen die Welt.
Wir beherrschen sogar das Meer, wenn wir wollen.
Natürlich war das übertrieben. Aber im Barock war Übertreibung eine Kunstform.
Johann steht auf, geht zur Fama und legt die Hand auf den Bug. Er flüstert: "Morgen ruhst du. Übermorgen vielleicht wieder."
Er weiß, daß die Schiffe nicht jeden Tag fahren. Aber wenn sie fahren, dann ist es, als würde der Großteich selbst lebendig werden.
Der Leuchtturm wirft sein Licht über das Wasser. Es glitzert wie ein Meer, das sich für einen Moment daran erinnert, daß es eigentlich nur ein Teich ist. Und so bleibt Moritzburg ein Ort der Illusion
Ein Ort, an dem:
ein Leuchtturm ohne Meer wacht
ein Hafen ohne Handel existiert
Schiffe ohne Ziel fahren
Schlachten ohne Feinde geschlagen werden
und ein Teich für ein paar Stunden zur Weltbühne wird.

Die Fama und die Andromeda sind längst verschwunden. Nichts von ihnen blieb übrig, aber ihre Geschichte lebt weiter – in der Architektur, in den Erzählungen, und in der seltsamen, magischen Stimmung, die Moritzburg bis heute umgibt.


Nachdem Du Deinen Fund geloggt hast, solltest Du mal die Mitte des Logbuches aufschlagen und Dir den Nordwert für den Bonuscache "Die Insel ruft! - Bonus" (GCBKFE1)  notieren.

 

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 Logs

15 Logs: Gefunden 15  

Gefunden 19.03.2026 Von pille3005 (Gefunden=175 Versteckt=2, Stand: 09.04.2026)
Dankeschön für's her loggen
Gefunden ??

Gefunden 18.03.2026 Von Frau Fuchs (Gefunden=13545 Versteckt=24, Stand: 09.04.2026)
Heute war mal wieder ein gemeinsames Cachen mit dem Täubchen geplant. Die Moritzburger Gegend sollte es sein, denn da hat der fleißige Elbschnatz wieder einige neue Grünlinge verteilt.
Unser erster Weg führte auf die Insel zu Andromeda und Fama, die beide problemlos von uns gefunden wurden.

Vielen Dank fürs erneute Herlocken und die Caches.
Frau Fuchs

Gefunden 18.03.2026 Von dieomas (Gefunden=17679 Versteckt=3, Stand: 09.04.2026)
Auf unserer kleinen Runde in und um Moritzburg sind wir auch an diesem Tradi vorbeigekommen und konnten uns problemlos in das Logbuch eintragen.
Danke sagen die Omas für die Dose und das Hegen und pflegen.

Gefunden 18.03.2026 Von Täubchen (Gefunden=5931 Versteckt=0, Stand: 09.04.2026)
Danke für diesen Cache- die Dose haben wir auf unserer heutigen Runde gut gefunden.
Täubchen

Gefunden 17.03.2026 Von lubue (Gefunden=17990 Versteckt=5, Stand: 09.04.2026)
Leider hatte ich am Sonnabend keine Zeit am Event-FTF teilzunehmen. Die kleine Insel hatte ich bei meinen Besuch im Moritzburger Wald noch gar nicht so wahrgenommen. Ein schönes Plätzchen hier.

TFTC lubue

Gefunden 17.03.2026 Von roanbo (Gefunden=15573 Versteckt=1, Stand: 09.04.2026)
Heute ging es auf die Insel zu Fama und Andromeda. Dort trafen wir auf WurzelpeterDD. Gemütlich ging es gemeinsam im Team zu einigen neuen Caches in der näheren Umgebung.
Vielen Dank an Elbschnatz fürs Verstecken und Herlocken.

Gefunden 17.03.2026 Von WurzelpeterDD (Gefunden=15212 Versteckt=0, Stand: 09.04.2026)
Nachdem der erste Andrang vorüber war, besuchten auch wir die "Insel". Fama und Andromeda offenbarten uns ihre Geheimnisse, so dass dieses Gesamtprojekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte. In einer Cachergemeinschaft gingen wir auf die Dosensuche und konnten uns in 4 Logbüchern einschreiben. - Danke für die Ausarbeitung der "Inselgeschichten" und das Verstecken der Dosen. -

Gefunden 16.03.2026 Von therion18 (Gefunden=9638 Versteckt=5, Stand: 09.04.2026)
Nachdem ich die Neuerscheinungen in Coswig besucht hatte widmete ich mich den neuen Elbschnatz-Caches in Moritzburg. Infolgedessen kam ich auch hier vorbei und konnte gut fündig werden. Danke fürs Legen und Zeigen.

Gefunden 15.03.2026 Von Lockundlock (Gefunden=23183 Versteckt=28, Stand: 09.04.2026)
Das ruhige Wetter lud heut zur Dosensuche in die Moritzburger Gegend ein.
Das Rätsel war gelöst und der Besucherkontrollstreifen wurde signiert.
Danke fürs verstecken.

Gefunden 15.03.2026 Von wienja (Gefunden=43674 Versteckt=78, Stand: 09.04.2026)
Heute habe ich mir Moritzburg und Umgebung als Ziel ausgesucht.
Natürlich wurden bei dieser Gelegenheit auch einige Caches besucht und bei „Fama” bin ich fündig geworden und ein Teil der Bonus Koordinaten wurde gespeichert.
Ich bedanke mich bei Elbschnatz fürs herführen und verstecken sowie viele Grüße aus dem Tharandter Wald von wienja.

Gefunden 15.03.2026 Von mister_mb (Gefunden=37549 Versteckt=20, Stand: 09.04.2026)
Auf unserer kleinen Wanderrunde war die Bixx schnell entdeckt.
Danke für den Cache!

Gefunden 15.03.2026 Von tonyspapa (Gefunden=15876 Versteckt=0, Stand: 09.04.2026)
Heut konnte ich heut das Logbuch signieren, als wir im Elbschnatzland unterwegs waren

Gefunden 14.03.2026 Von greddler (Gefunden=17226 Versteckt=75, Stand: 09.04.2026)
Da ich mich heute auch mit zum Event auf die Insel ??? locken lies, habe ich auch sehr gerne den "Elbschnatzschen Tradi-Service" ?? genutzt und mich ins Logbuch eingetragen.
Danke für die sehr interessante Geschichte und für's Herlocken und Verstecken vom greddler. ??

Gefunden 14.03.2026 Von Matchstick Men (Gefunden=6351 Versteckt=31, Stand: 09.04.2026)
FTF mit Eventgruppe
Für diejenigen, die des Listinglesens mächtig waren, gab es an ungewöhnlicher Stelle noch 2 interessante Caches zu finden.
So konnte ich mich auch in diesem Logbuch verewigen.
Vielen Dank auchbfür die interessante Geschichte sagt die Matchstick Woman.

Gefunden 14.03.2026 Von TZ11 (Gefunden=17182 Versteckt=0, Stand: 09.04.2026)
Im kleinen Cacheteam unterwegs konnten wir uns bei einer Tour auch hier bei "Fama" ins Logbuch eintragen.
Danke an alle Cacheowner fürs Auslegen und Pflegen ihrer schönen Caches.